Die Frage ist berechtigt und trotzdem schwer zu beantworten — so wie die Frage, was ein Auto kostet. Eine Website kann eine einzelne Seite mit Kontaktmöglichkeit sein oder ein System aus zwanzig Unterseiten, Terminbuchung und automatisch beantworteten Anfragen. Beides heißt Website, und dazwischen liegt der Faktor zehn.
Was sich beantworten lässt: woran es liegt. Wer die vier Treiber kennt, kann ein Angebot einordnen, ohne den Markt zu kennen — und merkt, wenn eine Zahl zu niedrig ist, um zu halten.
1. Der Umfang
Nicht die Anzahl der Seiten allein, sondern die Anzahl der unterschiedlichen Seiten. Zehn Unterseiten nach demselben Muster sind wenig Arbeit. Drei Seiten, die alle anders aussehen und anders funktionieren, sind mehr Arbeit als diese zehn.
2. Wer die Inhalte liefert
Der am meisten unterschätzte Posten. Texte und Fotos selbst zu liefern klingt nach Ersparnis — bis das Projekt sechs Wochen auf sie wartet. Wer sie schreiben lässt, zahlt mehr und ist früher live. Beides ist vertretbar; was nicht funktioniert, ist die Annahme, das erledige sich nebenbei.
Die meisten Website-Projekte scheitern nicht am Geld, sondern daran, dass die Texte nie kommen.
3. Was nach dem Formular passiert
Eine Website, die eine E-Mail verschickt, ist günstig. Eine, die den Termin gleich in den Kalender legt, dem Kunden eine Bestätigung schickt und zwei Tage später erinnert, kostet mehr — und spart ab dem ersten Monat Arbeit. Das ist der Punkt, an dem sich Angebote am stärksten unterscheiden, und der, nach dem am seltensten gefragt wird.
4. Was danach passiert
Eine Website ist kein Möbelstück. Sicherheitsaktualisierungen, neue Referenzen, geänderte Öffnungszeiten, Rankings, die ohne Pflege nachlassen: Wer das nicht einplant, hat nach zwei Jahren eine Seite, die technisch veraltet ist und niemanden mehr findet.
- Domain: ein niedriger einstelliger Betrag im Monat
- Hosting: von kostenlos bis zweistellig monatlich, je nach Technik
- Pflege und Aktualisierungen: entweder Eigenleistung oder Betreuung
- Sichtbarkeitsarbeit: optional, aber ohne sie bewegt sich das Ranking nicht
Woran eine zu niedrige Zahl erkennbar ist
Wer einen Festpreis nennt, ohne gefragt zu haben, wie viele Seiten es werden und wer die Texte schreibt, kalkuliert entweder großzügig — oder fordert später nach. Und wer laufende Kosten gar nicht erwähnt, hat sie nicht weggelassen, sondern verschoben.
Wie wir rechnen
Wie lange das dauert, steht in Wie lange dauert es, eine Website zu bauen?. Wo ein Projekt landet, hängt an denselben vier Punkten — deshalb nennen wir den Rahmen erst, wenn wir sie geklärt haben, dafür dann verbindlich. Das kostet ein Gespräch von fünfzehn Minuten und erspart beiden Seiten ein Angebot, das an der Sache vorbeigeht.
Was wir nicht machen: eine Zahl nennen, die im Gespräch gut klingt und im Projekt nicht hält.
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