Wer drei Angebote für dieselbe Website einholt, bekommt drei Papiere, die alle dasselbe versprechen: modern, schnell, suchmaschinenoptimiert. Vergleichbar wird das erst, wenn man aufhört, die Zusagen zu lesen, und anfängt, nach dem zu suchen, was fehlt.
Vier Stellen reichen dafür. Sie brauchen kein technisches Verständnis, nur die Bereitschaft, an einer Stelle nachzufragen, an der die meisten es nicht tun.
Ein Festpreis ohne Rückfragen
Wer eine Zahl nennt, ohne vorher gefragt zu haben, wie viele Seiten es werden, wer die Texte schreibt und was nach dem Absenden eines Formulars passieren soll, kalkuliert entweder großzügig — oder fordert später nach. Beides ist teuer, das zweite zusätzlich unangenehm.
Ein Angebot, das keine Frage gestellt hat, kann deinen Fall nicht kennen.
Kein Wort zu laufenden Kosten
Eine Website ist kein Möbelstück. Sie braucht Hosting, ein SSL-Zertifikat, Sicherheitsupdates und jemanden, der merkt, wenn sie nicht erreichbar ist. Diese Posten fallen an, ob sie im Angebot stehen oder nicht — nur eben später und unangekündigt.
- Wer betreibt die Seite technisch, und was passiert, wenn sie ausfällt?
- Wer spielt Updates ein, und wie oft?
- Was kostet eine kleine Änderung nach dem Launch — und wie schnell ist sie da?
- Gibt es Sicherungen, und wie weit reichen sie zurück?
Rankingversprechen
Position eins bei Google lässt sich nicht verkaufen, weil sie niemand vergeben kann. Wer sie zusagt, verkauft entweder etwas, das er nicht liefern kann, oder er meint eine Suchanfrage, nach der ohnehin niemand sucht. Beides steht am Ende in derselben Rechnung.
Seriös ist die andere Formulierung: Wir sorgen dafür, dass die Seite technisch sauber auffindbar ist, dass sie beantwortet, wonach deine Kunden suchen, und dass sich messen lässt, ob es wirkt. Das ist prüfbar — ein Rankingversprechen ist es nicht.
Ungeklärte Eigentumsfrage
Die Stelle, an der es am teuersten wird, und die am seltensten geprüft wird. Domain, Inhalte, Bilder und die Zugänge zu Hosting und Analytics sollten auf dich laufen, nicht auf die Agentur. Sonst ist ein Wechsel später keine Entscheidung mehr, sondern eine Verhandlung.
- Auf wen ist die Domain registriert?
- Bekommst du Zugänge zu Hosting, Analytics und Suchkonsole?
- Wem gehören die erstellten Texte und Bilder nach Projektende?
- Was passiert mit der Seite, wenn die Zusammenarbeit endet?
Ein gutes Angebot sagt, was nicht drin ist. Erst danach lassen sich zwei Angebote überhaupt vergleichen.
Diese vier Fragen kosten nichts und dauern zusammen zehn Minuten. Wer sie beantwortet bekommt, hat entweder ein tragfähiges Angebot in der Hand — oder weiß, warum das billigste keins war.
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