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Agentur oder Baukasten?

Ein Baukasten lohnt sich, wenn die Website ein digitales Schaufenster sein soll und jemand im Betrieb Zeit und Lust hat, sie zu bauen. Eine Agentur lohnt sich, wenn die Seite Anfragen bringen muss und diese Zeit nicht da ist. Der Unterschied liegt weniger im Ergebnis als in der Frage, wessen Stunden hineinfließen.

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  • 10. September 2026

Die Frage wird meistens als Kostenfrage gestellt, und das führt in die Irre — was eine Agentur kostet und warum, steht in Was kostet eine Website?. Ein Baukasten kostet im Monat weniger als ein Mittagessen, eine Agentur kostet einmalig deutlich mehr. Damit scheint die Sache klar — bis man die Stunden dazurechnet, die das Selbstbauen verschlingt.

Wofür der Baukasten gebaut ist

Baukästen sind gut in dem, was sie versprechen: eine ordentlich aussehende Seite ohne Programmierkenntnisse. Wer ein Café hat und Öffnungszeiten, Karte und ein paar Fotos zeigen will, ist damit richtig bedient. Das ist kein Kompromiss, sondern die passende Lösung.

Realistisch sind für die erste eigene Seite zwanzig bis vierzig Stunden — Einarbeitung, Texte, Bilder, das Zurechtrücken auf dem Handy. Diese Stunden fallen abends und am Wochenende an, und sie fehlen an anderer Stelle.

Ein Baukasten ist nicht billiger. Er verschiebt die Kosten von Geld auf Zeit.

Wo der Baukasten aufhört

  • Wenn die Seite messbar Anfragen bringen soll statt nur zu existieren
  • Wenn nach dem Absenden eines Formulars etwas passieren muss: Termin, Bestätigung, Erinnerung
  • Wenn ihr in einem umkämpften Feld gefunden werden wollt — Ladezeit und Struktur entscheiden mit
  • Wenn niemand im Betrieb die Seite dauerhaft pflegen wird

Der Punkt, der selten bedacht wird

Eine Baukastenseite gehört euch nur bedingt. Der Umzug zu einem anderen Anbieter bedeutet in der Regel: neu bauen. Solange alles läuft, spielt das keine Rolle. Es spielt eine Rolle an dem Tag, an dem der Anbieter die Preise erhöht oder eine Funktion streicht.

Die ehrliche Entscheidungshilfe

Wenn die Website für euch ein Pflichtposten ist, den man eben haben muss — nehmt den Baukasten. Das ist keine schlechte Wahl, sondern eine passende, und wir sagen das auch im Erstgespräch, wenn es so ist.

Wenn die Website Kunden bringen soll, wird sie zum Werkzeug. Dann geht es nicht mehr um Vorlagen, sondern um Aufbau, Ladezeit, Auffindbarkeit und darum, was nach dem Klick passiert. Das ist der Punkt, an dem sich fremde Stunden rechnen.

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